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UNTERSCHIEDE ZWISCHEN TRADITIONELLEN THEORIEN UND DEM SYSTEMISCHEN ANSATZ
TRADITIONELLE THEORIEN
Das Soziale ist eine Funktion individuellen Handelns
SYSTEMISCHER ANSATZ
Individuelles Erleben und Handeln sind eine Funktion des Sozialen
Traditionelle Theorien | Systemischer Ansatz |
|---|---|
Das Soziale ist eine Funktion individuellen Handelns | Individuelles Erleben und Handeln sind eine Funktion des Sozialen |
Symptome werden als die Folgen von individuellen eigenschaften interpretiert | Individuelle Symptome werden als Folgen der Binnendynamik des Systems interpretiert |
Individuumszentrierte Sichtweise | Interpersönliche Sichtweise |
Interesse an wahrnehmbaren und nichtwahrnehmbaren Verhalten | Hauptsächlich interessiert an wahrnehmbaren Verhalten |
Die Vergangenheit ist sehr wichtig | Der Vergangenheit wird nicht so viel Gewicht beigemessen |
Es wird zwischen normalen und "unnormalen" (pathologischem) Verhalten des Individuums unterschieden | Es wird zwischen verschiedenen Verhaltensweisen des Systems unterschieden - die Unterscheidung zwischen "normal" und "unnormal" ist die Konstruktion eines Beobachters |
Man geht von eindeutigen Ursachen aus, der sogenannten linearen Kausalität | Es wird nicht von eindeutigen Ursachen ausgegangen, sondern von einer sogenannten kreisförmigen oder zirkulären Kausalität:
Ursache = Wirkung = Ursache = Wirkung ... |
Es wird nicht von eindeutigen Ursachen ausgegangen, sondern von einer sogenannten kreisförmigen oder zirkulären Kausalität: | Ursache = Wirkung = Ursache = Wirkung |
Zur Lösung eines Problems ist eine Analyse und Beseitigung der Ursache erforderlich | Zur Lösung eines Problems ist die Durchbrechung eines dysfunktionalen Musters erforderlich |
Eher problemorientierte Perspektive | Eher ressourcen- und lösungsorientierte Perspektive |
Siehe zu den Inhalten bei: WILLEMSEN J., VON AMELN F.: Theorie und Praxis des systemischen Ansatzes, Die Systemtheorie Watzlawicks und Luhmanns verständlich erklärt, Springer-Verlag GmbH, Berlin, 2018, E-Book, Kap. 1.4 (Tab. 1.1)
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