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Auf den Spuren einer uralten Weisheit -
Die Yoga Sūtras des Patañjali

Gesamte Inhalte: © Dr. Christoph Paul Stock

 

SŪTRA 3.36

 

सत्त्वपुरुषयोरत्यन्तासङ्कीर्णयोः प्रत्ययाविशेषो भोगः परार्थत्वात्स्वार्थसंयमात्पुरुषज्ञानम्॥३६॥

Sattva puruṣayor atyantāsaṁkīrṇayoḥ pratyayāviśeṣo bhogḥ parārthāt svārthasaṁyamāt puruṣajñānaṁ. ||36||

 

Sattva = Verstand, Geist, mentales Feld

puruṣayoḥ = Selbst (von diesen beiden)

atyanta = völlig anders, ganz und gar anders

asaṁkīrṇayoḥ = nicht miteinander vermischt

pratyaya = Erkennen, Denken

aviśeṣḥ = ohne Unterscheidung (von diesen beiden)

bhogḥ = Erfahrung

para = ein anderer

arthāt = vom Interesse, vom Zweck her

sva = das Eigene

artha = Interesse, Zweck

saṁyamāt = geistige Sammlung auf

Puruṣa = Selbst

jñānam = Wissen, Kenntnis, Einsicht

 

„Die Alltagserfahrung entsteht dadurch, dass zwischen dem (diskriminierenden, schussfolgernden, beurteilenden und wertenden) Verstand und dem wahren Selbst (purusa), das vom Verstand völlig verschieden und getrennt ist, im Erkenntnisprozess (pratyaya) nicht unterschieden wird.

Richtet sich das Interesse nicht auf etwas anderes (prakriti), sondern ist der Zweck der geistigen Sammlung (saṁyamḥ) das Interesse an sich selbst, kann man Einsicht in das wahre Selbst (purusa) erlangen.“

© Christoph Paul Stock | Wien | 2026 | All rights reserved!
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